Wenn die Seebrücken in Binz und Sellin im Frühjahr langsam aus dem Winterschlaf erwachen, pulsiert im Stadthafen von Sassnitz bereits das maritime Leben. Sassnitz ist anders – es ist ehrlicher, rauer und tief verwurzelt in seiner Geschichte als Fischerei- und Fährhafen. Hier oben im Norden Rügens finden Sie keine Villen im Zuckerbäckerstil, sondern eine Hafenmeile, die Geschichte atmet. Im Jahr 2026 bietet Sassnitz wieder ein unschlagbares Paket für Entdecker: Einblicke in die geheimnisvolle Welt des Kalten Krieges, spektakuläre Ausblicke auf die Kreideküste und eine ganz neue Perspektive aus der Luft. Als Ihr Reisebegleiter zeige ich Ihnen, wie Sie diese Highlights perfekt kombinieren, versteckte Kosten umgehen und ein echtes Abenteuer erleben.
Der Ruf der See: Schiffstouren ab dem Sassnitzer Hafen
Ein Besuch in Sassnitz ohne eine Fahrt zur Kreideküste ist unvollständig. Vom Wasser aus offenbart sich die wahre Erhabenheit des Nationalparks Jasmund. Die weiße Wand, gekrönt vom satten Grün der Buchenwälder, ist ein Anblick, der sich tief einprägt. Am Sassnitzer Hafen warten dafür traditionell die Schiffe der lokalen Reeder.
Mit der „Binz“ und der „Alexander“ zu den Kreidefelsen
Zwei Namen sind fest mit den Touren ab Sassnitz verbunden: die MS „Binz“ und die MS „Alexander“. Diese Schiffe sind das maritime Rückgrat für Ausflüge entlang der Kreideküste. In der Regel dauern diese Fahrten etwa 90 Minuten und führen Sie bis zum berühmten Königsstuhl.


Kenner-Wissen für die perfekte Tour: In der Nebensaison (März/April 2026) können die Fahrpläne witterungsbedingt stark variieren. Bei starkem auflandigem Wind oder Seegang werden die Touren oft kurzfristig abgesagt oder gekürzt. Es ist unerlässlich, die aktuellen Abfahrtszeiten direkt am Hafen oder online auf den offiziellen Seiten der Betreiber zu prüfen. Kaufen Sie Tickets, wenn möglich, vorab, um lange Wartezeiten zu vermeiden. Ein versteckter Tipp: Wenn Sie die Tour am späten Nachmittag buchen, erleben Sie die Kreidefelsen oft im weichen Licht der untergehenden Sonne – ein unvergleichliches Fotomotiv. Detaillierte Informationen und die Möglichkeit zur Buchung finden Sie beim Tourismusverband Rügen bzw. hier https://ms-alexander.de/ und hier https://www.adler-schiffe.de/flotte/ms-binz/.
Geheimnisse der Tiefe: Das U-Boot Museum HMS Otus
Direkt an der Hafenmeile, unübersehbar durch seinen dunklen Koloss, liegt ein Abenteuer, das nichts für Klaustrophobiker ist. Das U-Boot Museum HMS Otus bietet die seltene Gelegenheit, in die beengte, technisierte Welt eines echten U-Bootes aus dem Kalten Krieg einzutauchen.
Ein Koloss des Kalten Krieges
Die HMS Otus war ein U-Boot der Oberon-Klasse der britischen Royal Navy, das 1963 in Dienst gestellt wurde. Es ist faszinierend zu sehen, wie 90 Meter Stahl für 68 Männer über Monate ein Zuhause und Arbeitsplatz sein konnten. Die detaillierten technischen Daten, die Sie auf den Informationstafeln vor Ort finden, sind beeindruckend: Die Otus konnte bis zu 300 Meter tief tauchen und erreichte getaucht eine Geschwindigkeit von 17 Knoten.
Informationen für Ihren Besuch: Der Weg durch das U-Boot ist ein Erlebnis, aber er erfordert eine gewisse körperliche Fitness. Wie die Warnschilder im Museum deutlich machen, müssen Sie enge Schotten, sehr niedrige Deckenhöhen und extrem steile Treppen bewältigen. Dies ist nicht geeignet für Menschen mit starker Platzangst, Rollstuhlfahrer, stark Übergewichtige oder hochschwangere Frauen. Es besteht Rutsch- und Sturzgefahr. Achten Sie auf festes Schuhwerk!
Preise, Zeiten & wichtige Insider-Tipps
Das Museum hat für die Saison 2026 täglich von 10:00 bis 16:00 Uhr geöffnet. Der letzte Einlass ist um 15:30 Uhr. Die aktuellen Preise für das Jahr 2026 sind: Erwachsene €9.50, Kinder (4-13 Jahre) €5.50 und Jugendliche (14-17 Jahre) €6.50. Eine Familienkarte für 2 Erwachsene und bis zu 3 Kinder kostet €22.00.
Versteckte Details & Kosten, die nur Kenner wissen: Für das Fotografieren und Filmen im Inneren müssen Sie eine separate Fotoerlaubnis für €1.00 erwerben. Es ist ein kleiner, aber wichtiger Hinweis, den Sie an der Kasse beachten sollten. Und ein ganz wichtiges Detail für viele Rügen-Urlauber: Hunde dürfen nicht mit an Bord! Da Sassnitz ein sehr hundefreundlicher Ort ist, ist dies eine Information, die Sie vor der Planung wissen müssen. Das U-Boot ist kein Ort für Vierbeiner. Weitere Informationen finden Sie auf der offiziellen Webseite des Museums oder direkt vor Ort.






Dem Himmel so nah: Das Sassnitzer Riesenrad
Pünktlich zum Start der neuen Saison 2026, traditionell um die Osterfeiertage, ist es wieder so weit: Das Sassnitzer Riesenrad dreht seine Runden. Es hat sich in kürzester Zeit zu einem neuen Wahrzeichen des Hafens entwickelt und bietet eine spektakuläre Perspektive, die Sie sonst nirgendwo auf Rügen finden.
Das Riesenrad befindet sich am Ende der Hafenmeile, nahe der Mole mit dem ikonischen Leuchtturm. Die Fahrt dauert mehrere Runden und bietet bei gutem Wetter eine Sicht, die von den Kreidefelsen im Norden bis weit über den Greifswalder Bodden im Süden reicht.
Kenner-Wissen für die beste Fahrt: Die Gondeln sind geschlossen und bieten Schutz vor Wind, aber in March/April kann es oben dennoch empfindlich kühl sein. Planen Sie die Fahrt am besten für den späten Nachmittag, wenn Sie den Hafen und die Kreideküste im Sonnenuntergang erleben möchten. Ein versteckter Tipp: Kombinieren Sie die Fahrt mit einem Spaziergang auf der 1,5 km langen Mole. Die Aussicht vom Riesenrad über die Mole und den Leuchtturm ist ein fantastisches Motiv für Fotografen. Aktuelle Informationen zum genauen Startdatum und den Preisen für 2026 finden Sie auf der offiziellen Riesenrad-Webseite.



Fazit: Ein Tag voller maritime Erlebnisse
Sassnitz bietet im Jahr 2026 ein unschlagbares maritimes Erlebnispaket. Ein Tag hier oben lässt sich perfekt gestalten: Starten Sie mit einem Spaziergang auf der Mole, wagen Sie eine Fahrt mit dem Riesenrad für den großen Überblick, tauchen Sie ab in die Geschichte im U-Boot Museum und krönen Sie den Tag mit einer Schiffstour zu den Kreidefelsen. Es ist ein authentisches, erlebnisreiches und unvergessliches Rügen-Abenteuer.
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