Abseits der Strände: Die verborgene Welt der Rügener Gutshäuser und Schlösser
Wenn wir an Rügen denken, haben wir meist sofort die Kreidefelsen, die feinen Sandstrände und die verspielte Bäderarchitektur der großen Promenaden vor Augen. Doch wer die Insel wirklich verstehen und ihre tiefen historischen Wurzeln ergründen möchte, muss den Blick ins Landesinnere richten. Fernab der klassischen Touristenpfade, oft versteckt hinter alten Alleen und weiten Feldern, liegt das wahre, steinerne Gedächtnis unserer Region: die herrschaftlichen Gutshäuser, wehrhaften Burgen und repräsentativen Schlösser.
Über Jahrhunderte wurde die Insel durch mächtige Adelsgeschlechter geprägt. Namen wie von Putbus, von der Lancken, von Platen oder von Krassow lenkten die Geschicke Rügens von ihren prächtigen Landsitzen aus. Viele dieser Anlagen waren nicht nur Wohnsitze, sondern das wirtschaftliche Herz der dörflichen Gemeinschaften. Das Schicksal dieser Bauwerke ist dabei so vielfältig wie die Insel selbst. Einige erstrahlen heute nach aufwendigen Restaurierungen in neuem Glanz und beherbergen liebevoll geführte Hotels, wie etwa das Schloss Ralswiek oder das Herrenhaus in Bohlendorf. Andere dämmern im Dornröschenschlaf, und von manch einst prunkvollem Schloss zeugen heute nur noch efeuumrankte Ruinen im dichten Wald, wie das sagenumwobene Schloss Dwasieden.
Guthäuser und Schlösser auf Rügen – Kartenübersicht
Unser unbedingter Buchtipp: Um diese architektonischen und historischen Schätze für interessierte Besucher und Einheimische greifbar zu machen, haben die beiden höchst empfehlenswerten Bildbände „Gutshäuser & Schlösser auf Rügen“ (Band 1 und Band 2) eine exzellente Bestandsaufnahme geleistet. Wer die Insel mit offenen Augen bereist, sollte diese Literatur als Grundlage nutzen.
Als dein Reisebegleiter habe ich die dort behandelten Orte in einem umfassenden Nachschlagewerk für dich zusammengefasst. Die nachfolgende Übersicht bietet dir zu jedem einzelnen Gutshaus und Schloss einen fundierten, kompakten Einblick. Lerne die Standorte kennen, erfahre, welche Familien hier einst residierten, und entdecke, welche dieser historischen Perlen du bei deinem nächsten Ausflug gezielt ansteuern kannst.
Gutshäuser & Schlösser auf Rügen: Das komplette Insider-FAQ (A-Z)
Blandow
Das historische Gut in Blandow ist ein exemplarisches Beispiel für die landwirtschaftlich geprägten Güter im Norden der Insel. Die verbliebenen baulichen Strukturen spiegeln die funktionale Architektur der alten pommerschen Agrarwirtschaft wider.
Bohlendorf
Dieses in der Gemeinde Wiek gelegene Gutshaus wurde nach einer Phase des Leerstands umfassend saniert. Heute empfängt das historische Gebäude Gäste als gepflegtes Landhotel im ruhigen Inselnorden.
Boldevitz
Boldevitz zählt zu den architektonisch wertvollsten Gutsanlagen Rügens. Das repräsentative Herrenhaus aus dem 17. Jahrhundert war lange im Besitz der Familie von der Lancken und beeindruckt durch seine weitgehend original erhaltene Fassadengestaltung.
Breesen
Das kleine Gut Breesen reiht sich in die Vielzahl der landwirtschaftlichen Höfe ein, die das wirtschaftliche Rückgrat Rügens bildeten. Die Gebäude zeugen von einer funktionalen Gutsstruktur.
Bußvitz
Das alte Landgut in Bußvitz fügt sich nahtlos in die von Ackerbau geprägte Historie der Inselmitte ein und ist ein stilles Zeugnis der ländlichen Architektur früherer Jahrhunderte.
Dargast
In Dargast befand sich ein typisches Pachtgut, dessen Erträge aus dem Getreideanbau entscheidend für die wirtschaftliche Stabilität der angrenzenden Dörfer waren.
Drigge
Auf der abgeschiedenen Halbinsel Drigge am Strelasund gelegen, diente dieser Ort einst der Überwachung des Fährverkehrs. Es war ein strategisch wichtiges Gut, das heute in einer ruhigen Naturkulisse liegt.
Dubkevitz
Das Gut in Dubkevitz ist charakteristisch für die kleineren, von Pächtern bewirtschafteten Landgüter auf Westrügen. Die baulichen Reste dokumentieren den landwirtschaftlichen Alltag der Region.
Dummertevitz
Das Herrenhaus in Dummertevitz liegt auf der Halbinsel Mönchgut und repräsentiert die dortigen, oft etwas bescheidener ausfallenden, aber sehr robust gebauten Gutsstrukturen.
Dwasieden
Die Anlage des einst prächtigen Schlosses Dwasieden bei Sassnitz wurde im 19. Jahrhundert für den Bankier Adolph von Hansemann erbaut. Nach der Sprengung nach dem Zweiten Weltkrieg sind heute nur noch eindrucksvolle Ruinen im Küstenwald zu sehen.
Frankenthal
Das beschauliche Frankenthal beherbergte ein klassisches Pachtgut, dessen landwirtschaftliche Erträge maßgeblich zur Versorgung der umliegenden Gemeinden beitrugen.
Freesen
Das Gutshaus Freesen bei Trent, einst im Besitz der Familie von Platen und später derer von Usedom, ist ein verputzter Bau aus dem 19. Jahrhundert. Das Anwesen wird heute vorwiegend privat genutzt.
Gademow
Gademow präsentiert sich als historischer Gutshof, der durch eine kompakte Bauweise der Hofanlage auffällt. Hier konzentrierte sich das Arbeitsleben von Landarbeitern und Pächtern.
Ganschvitz
In Ganschvitz befand sich ein Landgut, das über Jahrhunderte Ackerbau und Viehzucht betrieb. Die verbliebenen Gebäude sind Teil der Agrargeschichte der Inselmitte.
Glowitz
Der Ort Glowitz war ein kleiner Gutsweiler, dessen Zentrum von einem zweckmäßigen Herrenhaus dominiert wurde. Die Historie ist eng mit den landadeligen Familien des Umkreises verwoben.
Gobbin
Gobbin verweist auf eine landwirtschaftliche Gutsvergangenheit. Das Herrenhaus diente hier vornehmlich als Verwaltungszentrum für die ausgedehnten Ackerflächen in der Umgebung.
Granitz, Gutshof
Der Gutshof in der Granitz diente als Versorgungs- und Verwaltungszentrum für die weitreichenden forstwirtschaftlichen Ländereien rund um das bekannte Jagdschloss.
Granitz, Schloss
Das Jagdschloss Granitz, das durch seinen von Karl Friedrich Schinkel entworfenen Mittelturm besticht, ist eines der bekanntesten Bauwerke der Insel und ein markantes Zeugnis des Putbusser Adels.
Granskevitz
Das Rittergut Granskevitz in Westrügen blickt auf eine lange Tradition zurück. Das imposante Herrenhaus, das inmitten eines Landschaftsparks liegt, gehörte über Jahrhunderte der Familie von der Osten.
Groß Schoritz
Das Gutshaus in Groß Schoritz hat eine besondere kulturhistorische Relevanz, da es als Geburtsort des Gelehrten Ernst Moritz Arndt gilt. Das Haus pflegt dieses historische Andenken bis heute.
Grubnow
Am Lebbiner Bodden gelegen, wurde das Gutshaus Grubnow behutsam saniert. Das helle Herrenhaus bietet heute Ferienwohnungen in einer ruhigen, naturnahen Umgebung.
Gustow
Die Gutsanlage in Gustow lag verkehrsgünstig am Strelasund und war für den Güteraustausch mit dem Festland von Bedeutung. Das Gutshaus bildete den Kern der landwirtschaftlichen Erschließung im Inselosten.
Gustrowerhöfen
Dieses Anwesen ist ein typisches Beispiel pommerscher Hofwirtschaft in den ländlichen Randgebieten der Insel, bei der Funktionalität und Ertragssicherung im Vordergrund standen.
Helle
Das Gut in Helle ist ein eher unscheinbarer Hof, der sich in die weitreichende Kette der Gutswirtschaften einfügte, die die Ernährungsgrundlage der lokalen Bevölkerung sicherten.
Jabelitz
Der Gutshof in Jabelitz spiegelte die wirtschaftliche Bedeutung der Pferde- und Rinderhaltung wider, die für viele Inselgüter eine wichtige Einnahmequelle darstellte.
Jarnitz
Ein solider Hofbau in der Nähe der Stadt Bergen, der als Umschlagplatz für landwirtschaftliche Erzeugnisse im Inselzentrum fungierte.
Kaiseritz
Das Gut Kaiseritz bot als landwirtschaftliches Herzstück seiner Region zahlreichen Pächtern und Tagelöhnern über mehrere Generationen hinweg Arbeit in der Landwirtschaft.
Kapelle
Der Ort Kapelle war Standort eines Gutes, dessen Name auf klösterliche oder klerikale Wurzeln in der frühen Besiedlungsgeschichte Rügens hindeutet.
Karnitz
Das ehemalige Jagdschloss Karnitz ist ein eindrucksvolles Beispiel herrschaftlicher Architektur. Heute ist das weitläufige Gelände besonders durch den angrenzenden Golfplatz bekannt.
Kartzitz
Kartzitz beherbergte ein Herrenhaus, das in einen großzügigen englischen Landschaftspark eingebettet war. Die Anlage repräsentierte den landschaftlichen Kunstsinn des Adels im 19. Jahrhundert.
Klein Kubbelkow
Nach einer hochwertigen Restauration wird das historische Herrenhaus Klein Kubbelkow heute als Hotel und Restaurant geführt und verbindet historische Bausubstanz mit moderner Gastlichkeit.
Klein Schoritz
Das Gut Klein Schoritz war ein Baustein im Netz der südlichen Inselwirtschaft und diente vorrangig der Getreideproduktion und der Versorgung des Festlandes.
Kloster auf der Insel Hiddensee
Hiddensee gehörte historisch eng zu Rügen. Der Ort Kloster, benannt nach dem einstigen Zisterzienserkloster, wurde später durch Bauten wie die Lietzenburg zu einem kulturellen Zentrum der Moderne.
Laase
Laase war ein typisches Pachtgut, dessen Struktur stark auf Effizienz ausgelegt war. Herrenhaus und Wirtschaftsgebäude bildeten eine funktionale Einheit in der Agrarlandschaft.
Lancken, Dranske
Im Norden auf der Halbinsel Wittow gelegen, trotzt das Gut Lancken (Dranske) seit Jahrhunderten dem Wind. Es war eines der nördlichsten herrschaftlichen Güter Deutschlands.
Lancken, Sassnitz
Dieses Gutshaus profitierte von der Nähe zur Hafenstadt Sassnitz. Die Gutsstrukturen veränderten sich hier frühzeitig mit dem aufkommenden Tourismus an der Küste.
Lanckensburg
Der Name verweist auf die Familie von der Lancken. Die historische Anlage war Ausdruck der politischen und landwirtschaftlichen Bedeutung dieses Geschlechts auf Rügen.
Lebbin
Am Rand der gleichnamigen Halbinsel gelegen, war das Gut Lebbin durch die angrenzende Boddenfischerei und die weiten landwirtschaftlichen Nutzflächen geprägt.
Libnitz
Das Gutshaus Libnitz ist ein Beispiel für historische Neorenaissance-Architektur. Das Anwesen in der Nähe von Trent wird heute gepflegt und privat bewohnt.
Liddow
Dieses auf einer Halbinsel am Bodden gelegene Gutshaus ist heute Kulturfreunden bekannt, da es als Ausstellungsort für Kunst und Veranstaltungen (KulturGut Liddow) dient.
Lietzow
Das Gebäude in Lietzow thront weithin sichtbar über dem Großen Jasmunder Bodden. Es wurde als bauliche Nachbildung des Schlosses Lichtenstein im 19. Jahrhundert errichtet.
Lipsitz
Das Gut Lipsitz ist mit der älteren Adelsgeschichte Rügens verbunden. Das Gutshaus war das administrative Zentrum für die Bewirtschaftung der Böden im Umkreis von Bergen.
Lobkevitz
Der Gutshof in Lobkevitz auf der Halbinsel Wittow war den rauen klimatischen Bedingungen ausgesetzt und spezialisierte sich auf robuste Getreidesorten und Viehhaltung.
Losentitz
Das auf der Halbinsel Zudar gelegene Gutshaus Losentitz fällt durch seine ruhige Lage und den dazugehörigen Landschaftspark auf, der bis an das Ufer des Greifswalder Boddens reicht.
Maltzien
Im Süden der Halbinsel Zudar lag das Gut Maltzien. Es stand oft im Schatten der größeren Güter, war aber durch seine direkte Lage am Wasser strategisch und wirtschaftlich wertvoll.
Mellnitz
Das Herrenhaus in Mellnitz profitierte von der Fruchtbarkeit der südlichen Rügener Böden. Die Stallanlagen deuten auf eine intensive landwirtschaftliche Nutzung in der Vergangenheit hin.
Middelhagen
Middelhagen auf Mönchgut war historisch stark durch den Einfluss des Klosters Eldena geprägt; der Gutshof bildete hierbei das landwirtschaftliche Zentrum der Ortschaft.
Moisselbritz
Das Gut in Moisselbritz ist ein klassisches pommersches Landgut, das in seiner Architektur den Fokus auf Zweckmäßigkeit und landwirtschaftliche Effizienz legte.
Muhlitz
In Muhlitz fand sich ein Hofgut, das sich architektonisch in die Backstein- und Putzbauten der südlichen Inselhälfte einfügte und vorrangig dem Ackerbau diente.
Mukran
Bevor Mukran durch den modernen Fährhafen geprägt wurde, gab es hier landwirtschaftliche Güter, die das Gebiet an der Prorer Wiek erschlossen und bewirtschafteten.
Neddesitz
Das Gutshaus Neddesitz am Rande des Nationalparks Jasmund wurde umfassend modernisiert und bildet heute den Kern eines weitläufigen Hotel- und Ferienresorts.
Neklade
Der Gutshof Neklade bei Bergen ist agrarisch geprägt. Die Ländereien belegen die historische Bedeutung für den Getreideanbau im zentralen Teil der Insel.
Neparmitz
Neparmitz fügte sich in die dichte Struktur der landwirtschaftlichen Betriebe auf der Halbinsel Zudar ein und dokumentiert den ländlichen Alltag im Inselsüden.
Neuendorf
Der Gutshof in Neuendorf reihte sich in die Betriebe ein, deren Hauptaufgabe in der Erwirtschaftung landwirtschaftlicher Erträge für den Handel lag.
Pansevitz
Vom Prachtbau in Pansevitz steht heute eine gesicherte Ruine. Der historische Landschaftspark wurde jedoch restauriert und wird heute respektvoll als Friedwald genutzt.
Parchow
Das Rittergut Parchow, westlich von Gingst gelegen, war ein wehrhaft ausgebauter Gutshof, der eine feste Stellung in der Agrarstruktur Westrügens einnahm.
Patzig-Hof
Das Gut Patzig war ein fester Anker in der Mitte Rügens. Die historischen Strukturen weisen auf eine ehemals organisierte Pferdezucht und Viehwirtschaft hin.
Pluckow
Das Gut in Pluckow repräsentiert die kleineren Pacht- und Bauerngüter, die über viele Generationen die landwirtschaftlichen Erträge der Region sicherten.
Plüggentin
Ein Gutsdorf, dessen historisches Gebäude sich harmonisch in die hügelige Insellandschaft einpasst und in der Vergangenheit vorrangig Wohn- und Verwaltungszwecken diente.
Poggenhof
Das Gut Poggenhof in Westrügen, gelegen nahe der Schaproder Boddenküste, war ein klassischer Landwirtschaftsbetrieb in einer von Wind und Wetter geprägten Region.
Poppelvitz
Auf der Halbinsel Zudar gelegen, war dieses Gut oft eng mit dem nahegelegenen Wasserweg des Greifswalder Boddens verbunden, was den Warenumschlag vereinfachte.
Poseritz-Hof
Als zentraler Verwaltungshof der Gemeinde Poseritz war das örtliche Gutshaus maßgeblich für die landwirtschaftliche Entwicklung der Dörfer im südlichen Teil Rügens zuständig.
Posewald
In Posewald steht eines der markanten Herrenhäuser in Backsteinoptik. Das Anwesen nahe Putbus orientierte sich architektonisch am Umfeld der fürstlichen Residenzstadt.
Presenske
Presenske ist ein Ort ländlicher Kontinuität. Herrenhaus und Ställe bildeten den Lebens- und Arbeitsmittelpunkt vieler Pächtergenerationen in der Landwirtschaft.
Prosnitz
Bekannt vor allem durch die historische Festungsschanze aus der Schwedenzeit, beheimatete Prosnitz am Strelasund auch einen strategisch gelegenen landwirtschaftlichen Gutshof.
Putbus
Das fürstliche Schloss Putbus wurde in den 1960er Jahren abgerissen. Heute zeugen der weitläufige, gepflegte Schlosspark, der Marstall und die Orangerie von der einstigen Bedeutung der Residenz.
Ralow
Das Rittergut Ralow in Westrügen zeichnet sich durch seine Nähe zum Wasser aus. Die Anlage war geprägt von der Kombination aus Landwirtschaft und Boddenfischerei.
Ralswiek
Schloss Ralswiek ist ein Neorenaissance-Bau direkt über dem Großen Jasmunder Bodden. Es wird heute als Hotel geführt und bietet einen markanten Blick auf die Kulisse der Störtebeker Festspiele.
Ramitz
Das Gut in Ramitz war geprägt durch Feldsteingebäude, die von der soliden Baukunst zeugen, welche notwendig war, um dem rauen Landleben standzuhalten.
Ranzow
Das Schloss Ranzow am Rande des Nationalparks Jasmund wurde saniert und wird heute als Hotel mit angeschlossenem Golfplatz betrieben.
Reetz
Ein Gutsdorf, dessen historischer Kern aus dem Herrenhaus und den Tagelöhner-Katen bestand – ein repräsentatives Bild der historischen Inselwirtschaft.
Reischvitz
Das Gut Reischvitz repräsentiert den klassischen pommerschen Gutshof-Stil, bei dem die architektonische Zurückhaltung den praktischen Nutzen in den Vordergrund stellte.
Renz
Das Gutshaus Renz ist ein historisch bedeutendes Fachwerk-Herrenhaus aus dem 16. Jahrhundert. Es gehört zu den wenigen erhaltenen Fachwerkgütern der Region.
Rosengarten
Ein historisches Gut, das sich in die landwirtschaftlichen Betriebe um die Stadt Garz einfügte und heute vornehmlich für Wohnzwecke genutzt wird.
Salsitz
Die Ländereien um Salsitz wurden intensiv für den Getreideanbau genutzt. Das Gut war administrativ für die Erträge und die Instandhaltung der Wege zuständig.
Schmacht
Am Schmachter See nahe Binz gelegen, diente dieses Gut in der aufkommenden Bäderzeit häufig zur Versorgung des Seebades mit landwirtschaftlichen Produkten.
Schwarbe
Das Gutshaus in Schwarbe wurde um 1800 errichtet. Die Siedlung im Norden Wittows ist bekannt für ihre historischen, reetgedeckten Gebäude.
Seehof
Dicht am Wasser der Boddengewässer erbaut, kombinierte dieses Gut den Ackerbau mit den Erträgen der regionalen Reusenfischerei.
Sellin
Bevor Sellin zum bekannten Badeort aufstieg, war es ein Bauerndorf mit Gutsstrukturen, die vom Fürsten zu Putbus verwaltet wurden.
Semper
Das am Jasmunder Bodden gelegene Schloss Semper mit seinem Wasserturm ist architektonisch markant und von einem Landschaftspark umgeben.
Silenz
Das Gutshaus Silenz in Westrügen, einst im Besitz der Familie von Platen, wurde in den letzten Jahren restauriert und privat instand gesetzt.
Spyker
Das rote Schloss Spyker ist das älteste Profangebäude der Insel. Die einstige Residenz des Feldmarschalls von Wrangel wird heute als Hotel genutzt.
Starrvitz
Auf der Halbinsel Wittow gelegen, war Starrvitz ein wehrhaft gebauter Hof, der sich architektonisch den fordernden Wetterbedingungen der Ostsee anpasste.
Stedar
Direkt am Kleinen Jasmunder Bodden beheimatet, ist Stedar heute vor allem für Ferienanlagen bekannt, die auf den Fundamenten der alten Gutswirtschaft entstanden sind.
Streu
Das Gut Streu war lange Zeit ein Knotenpunkt für die Agrarwirtschaft im westlichen Hinterland Rügens und zeugt vom Arbeitsalltag in der Landwirtschaft.
Streu bei Bergen
Ein landwirtschaftliches Gut unweit der Inselhauptstadt Bergen, das als regionaler Handelsplatz für Güter wie Getreide diente.
Tetzitz
Gelegen am Tetzitzer See, ist dieses historische Anwesen ein Beispiel dafür, wie sich Gutshäuser früherer Jahrhunderte in die Naturlandschaften einfügten.
Thesenvitz
Das kleine Herrenhaus in Thesenvitz reiht sich in die bürgerliche bis niederadelige Bauweise ein und dokumentiert die Gutshistorie im Zentrum der Insel.
Udars
Das Gutshaus in Udars auf Westrügen dokumentiert durch seine erhaltenen Strukturen die landwirtschaftliche Prägung abseits der touristischen Zentren.
Unrow
Unrow war ein Pachtgut, dessen Geschichte mit der Familie von Platen verbunden war und das agrarische Aufgaben für die Inselversorgung erfüllte.
Üselitz
Das Gutshaus Üselitz auf der Halbinsel Zudar wurde aus dem Ruinenzustand aufwendig restauriert und dient heute als Residenz in einem Naturschutzgebiet.
Varnkevitz
Ein Anwesen im Norden von Wittow. Das Gut Varnkevitz nahe der Steilküste zeugt von der Robustheit norddeutscher Gutsarchitektur in Küstennähe.
Vaschvitz
Im Nordwesten Rügens, gegenüber der Insel Hiddensee gelegen, beherbergt dieses historische Gut heute ein Landhotel am Wieker Bodden.
Venzvitz
Ein Pachtgut, dessen Geschichte und Architektur stark an den praktischen Bedürfnissen der Pächterfamilien und der Viehzucht orientiert waren.
Vorwerk
Der Begriff „Vorwerk“ bezeichnete landwirtschaftliche Außenposten größerer Adelsgüter, die der effizienteren Feldbewirtschaftung dienten.
Woldenitz
Die erhaltenen Gebäude dieses Gutes zeugen von der wirtschaftlichen Stabilität, die der Getreideanbau für die Gutsbesitzer bedeutete.
Wostevitz
Nahe Mukran und Prora gelegen, war Wostevitz ein Rittersitz. Die umliegenden Wälder dienten den Gutsherren als Jagdrevier.
Wulfsberg
Dieses Gut wurde, wie viele Anwesen seiner Art, im Laufe des 20. Jahrhunderts stark durch die Nutzung als landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft (LPG) umgestaltet.
Zicker
Das Gut in Zicker im Inselsüden war eng mit der Verwaltung der Familie von Putbus verknüpft, die weite Teile der südlichen Inselgebiete besaß.
Zirmoisel
Das Landgut Zirmoisel liegt abseits der Küsten im Hinterland und steht exemplarisch für die landwirtschaftliche Prägung der Inselmitte.
Zubzow
Das im Südwesten auf der Halbinsel Lieschow gelegene Gutshaus pflegte intensiven Ackerbau an den Ufern der Boddengewässer.
Zürkvitz
Zürkvitz war ein Nebengut, das administrativ an die größeren Nachbargüter angebunden war und durch Pächter landwirtschaftlich genutzt wurde.
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