Unser Rügen-Spezial:

Ganz oben angekommen gibt es diese grandiose Aussicht!

Aussichtspunkte

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Aussichtspunkte auf Rügen und Hiddensee: Die besten Ausblicke

Die Landschaft der Insel Rügen zeichnet sich durch starke Höhenunterschiede aus. Neben den flachen Boddenküsten erheben sich steile Kreidefelsen im Osten und bewaldete Hügelketten im Landesinneren. Diese Topografie ermöglicht weite Sichtachsen über die Ostsee, die Boddengewässer und das Festland. Einige Aussichtspunkte wurden durch bauliche Maßnahmen wie Türme oder Hängebrücken erschlossen, während andere natürliche Erhebungen sind. In dieser Übersicht sind alle markanten Orte und Geheimtipps für eine weite Sicht über Rügen und die Nachbarinsel Hiddensee dokumentiert, inklusive der historischen Hintergründe und der exakten Zugangsbedingungen.

Die schönsten Aussichtspunkte auf Rügen – Kartenübersicht

Kartendaten © OpenStreetMap

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Viele der natürlichen Aussichtspunkte liegen in Naturschutzgebieten. Es ist zwingend ratsam, festes Schuhwerk zu tragen und auf den markierten Wegen zu bleiben, da es an den ungesicherten Abbruchkanten der Steilküsten zu unvorhersehbaren Erdrutschen kommen kann.

Skywalk Königsstuhl (Nationalpark Jasmund)

Der Königsstuhl ist der bekannteste Kreidefelsen der Insel Rügen. Um die stark erodierende Felsformation zu schützen, wurde die direkte Begehung des Felsens eingestellt. Im Jahr 2023 eröffnete als moderner Ersatz der „Skywalk Königsstuhl“. Dabei handelt es sich um eine ellipsenförmige Hängebrücke, die an einem gewaltigen Abspannmast befestigt ist und frei über dem 118 Meter hohen Abgrund schwebt. Du blickst von hier auf die Kreideküste, das offene Meer und den historischen Königsstuhl selbst. Der Zugang erfolgt über das Nationalpark-Zentrum in Sassnitz.

Details zum Aussichtspunkt
  • Lage: Nationalpark Jasmund
  • Höhe: 118 Meter über NN
  • Zugang: Barrierefrei über das Besucherzentrum
  • Kosten: ca. 12,00 Euro (inkl. Ausstellung)
  • Besonderheit: Schwebende Brückenkonstruktion ohne Pfeiler im Kreidefelsen.

Victoriasicht (Nationalpark Jasmund)

Südlich des Königsstuhls liegt die Victoriasicht. Dieser natürliche Aussichtspunkt bietet dir einen direkten seitlichen Blick auf die massive weiße Felswand des Königsstuhls. Der Name des Ortes geht auf Kronprinzessin Victoria von Preußen zurück, die diesen Abschnitt 1860 besuchte. Zur Sicherheit der Besucher wurde ein kleiner, gitterrostartiger Balkon aus Metall über die Klippe gebaut. Die Victoriasicht ist frei zugänglich und kann im Rahmen einer Wanderung über den Hochuferweg betreten werden.

Details zum Aussichtspunkt
  • Lage: Hochuferweg Jasmund
  • Höhe: ca. 110 Meter über NN
  • Zugang: Zu Fuß / Waldweg
  • Kosten: Kostenfrei
  • Besonderheit: Bietet den klassischen Fotomotiv-Blick auf den Königsstuhl.

Ernst-Moritz-Arndt-Sicht (Tipper Ort)

Als Geheimtipp auf der Halbinsel Jasmund gilt die Ernst-Moritz-Arndt-Sicht, welche sich am sogenannten Tipper Ort befindet. Dieser Abschnitt des Hochuferweges ist deutlich weniger frequentiert als die Wege direkt am Nationalpark-Zentrum. Von diesem Plateau hast du einen ungestörten Panoramablick über die weitläufige, weiße Kreidefelsen-Linie in Kombination mit dem türkis-grün schimmernden Wasser der Ostsee. Vor allem in den frühen Morgenstunden bei Sonnenaufgang entfaltet dieser Ort eine beeindruckende Optik.

Details zum Aussichtspunkt
  • Lage: Tipper Ort, Jasmund
  • Höhe: ca. 80 Meter über NN
  • Zugang: Zu Fuß / Waldweg
  • Kosten: Kostenfrei
  • Besonderheit: Hervorragender Spot für die Landschaftsfotografie abseits des Zentrums.

Seevogel-Beobachtungsstation (Kap Arkona)

Zwischen dem historischen Fischerdorf Vitt und den Leuchttürmen am Kap Arkona liegt ein alter Peilstand der ehemaligen Volksmarine der DDR, der heute als Seevogel-Beobachtungsstation genutzt wird. Der Standort befindet sich etwa 420 Meter nördlich von Vitt direkt an der Hangkante. Von dieser Plattform hast du einen grandiosen, unverbauten Blick auf die 45 Meter hohe Steilküste am Kap Arkona sowie auf die offene Ostsee, wo sich Kormorane und Uferschwalben beobachten lassen.

Details zum Aussichtspunkt
  • Lage: Küstenweg Vitt – Kap Arkona
  • Höhe: ca. 45 Meter über NN
  • Zugang: Fuß- und Radweg
  • Kosten: Kostenfrei
  • Besonderheit: Historischer Peilstand, ideal zur Tierbeobachtung und für Fotos der Klippen.

Neuer Leuchtturm und Peilturm (Kap Arkona)

Am Kap Arkona stehen gleich drei turmartige Gebäude. Der Neue Leuchtturm ist mit 35 Metern das höchste Bauwerk. Die Plattform unter dem Leuchtfeuer bietet nach 164 Stufen eine weite Sicht über die Halbinsel Wittow und bis zur dänischen Insel Møn. Direkt daneben steht der historische Marine-Peilturm. Er wurde in den 1990er Jahren mit einer modernen Glaskuppel versehen. Durch die großen Fenster dieses Turms hast du einen hervorragenden Blick auf das Leuchtturm-Ensemble und die Reste der historischen Jaromarsburg an der Steilküste.

Details zum Aussichtspunkt
  • Lage: Nordkap, Halbinsel Wittow
  • Höhe: Türme 35 m und 23 m (bis ca. 75 m ü. NN)
  • Zugang: Über Treppen
  • Kosten: ca. 12,00 Euro (Arkona-Kombiticket)
  • Besonderheit: Aussichtsplattformen direkt am aktiven Orientierungsfeuer.

Bobbiner Berg / Tempelberg (Bobbin)

Nahe der Gemeinde Glowe liegt die Ortschaft Bobbin am Fuße einer rund 60 Meter hohen Erhebung. Von diesem Tempelberg hast du einen ausgezeichneten, weiten Blick über den Großen Jasmunder Bodden und die Tromper Wiek. Bei guten Wetterbedingungen reicht die Sichtlinie im Norden bis zur Steilküste von Kap Arkona und im Westen bis zu den Erhebungen der Insel Hiddensee. Vor allem für das Fotografieren von Sonnenuntergängen über der Wasserfläche des Boddens ist dieser Standort weithin bekannt. Die historische Feldsteinkirche Sankt-Pauli aus dem Jahr 1400 liegt direkt in der Nähe.

Details zum Aussichtspunkt
  • Lage: Bobbin (Halbinsel Jasmund)
  • Höhe: ca. 60 Meter über NN
  • Zugang: Leicht erreichbar vom Parkplatz
  • Kosten: Kostenfrei
  • Besonderheit: Hervorragender Ort für Sonnenuntergänge über dem Jasmunder Bodden.

Grümbketurm (Neuenkirchen)

Der Grümbketurm ist ein 21 Meter hoher Aussichtsturm aus Holz bei Hoch-Nitzschow in der Gemeinde Neuenkirchen (Nordwest-Rügen). Da der Turm auf einem Hügel steht, befindet sich die Aussichtsplattform knapp 50 Meter über dem Meeresspiegel. Der Aufstieg wird mit einer seltenen Perspektive über die landwirtschaftlich geprägte Inselmitte belohnt. Du siehst von hier den Lebbiner Bodden, weite Teile von Nord-Rügen und blickst in südlicher Richtung bis nach Stralsund und auf die Festlandküste.

Details zum Aussichtspunkt
  • Lage: Neuenkirchen / Hoch-Nitzschow
  • Höhe: 21 Meter (Turm), ca. 50 Meter ü. NN
  • Zugang: Holztreppen
  • Kosten: Kostenfrei
  • Besonderheit: Ruhiger Standort abseits der klassischen Touristenrouten.

Aussichtsturm Adlerhorst (Prora)

Der Baumwipfelpfad im Naturerbe Zentrum in Prora führt Besucher durch das Kronendach eines alten Buchenwaldes. Den Abschluss des Pfades bildet der Aussichtsturm „Adlerhorst“. Dieser markante Holzturm wickelt sich spiralförmig um eine massive Rotbuche und erreicht eine Höhe von 40 Metern. Von der Plattform blickst du über die Prorer Wiek und weite Teile des Muttlandes. Durch die geringe Steigung von maximal sechs Prozent ist der gesamte Weg bis zur Spitze barrierefrei und problemlos mit Rollstühlen oder Kinderwagen befahrbar.

Details zum Aussichtspunkt
  • Lage: DBU Naturerbe Zentrum, Prora
  • Höhe: 40 Meter (Turmhöhe), 82 Meter ü. NN
  • Zugang: Barrierefreier Holzsteg
  • Kosten: ca. 14,00 Euro
  • Besonderheit: Die Konstruktion umschließt einen wachsenden Baum.

Ernst-Moritz-Arndt-Turm (Bergen auf Rügen)

Im geografischen Zentrum der Insel, auf der bewaldeten Anhöhe Rugard in Bergen, steht der Ernst-Moritz-Arndt-Turm. Der 1877 aus Ziegeln errichtete Turm erinnert an den auf Rügen geborenen Historiker. Nach einer umfangreichen Sanierung in den 1990er Jahren wurde dem Bauwerk eine Glaskuppel aufgesetzt. Da Bergen so zentral liegt, bietet dieser Standort eine Rundumsicht über die gesamte Insel, von den Steilküsten im Norden bis zur Rügenbrücke in Stralsund im Süden.

Details zum Aussichtspunkt
  • Lage: Rugard-Wald, Bergen
  • Höhe: 26,7 Meter (Turmhöhe), 118 Meter ü. NN
  • Zugang: Über steinerne Treppen
  • Kosten: ca. 2,00 bis 3,00 Euro
  • Besonderheit: Höchstgelegener Aussichtsturm im Landesinneren (Muttland).

Mittelturm des Jagdschlosses Granitz (Binz)

Auf dem Tempelberg, inmitten der dichten Buchenwälder südlich von Binz, ließ die Familie zu Putbus das Jagdschloss Granitz erbauen. Das zentrale und höchste Element des Schlosses ist der 38 Meter hohe Mittelturm. Der Aufstieg erfolgt über eine freitragende, an der Außenwand befestigte Gusseisentreppe mit 154 Stufen. Diese offene Architektur erfordert absolute Schwindelfreiheit. Die obere Plattform bietet dir eine weite Sicht über die südöstlichen Seebäder und den Greifswalder Bodden.

Details zum Aussichtspunkt
  • Lage: Waldgebiet Granitz, Binz
  • Höhe: 38 Meter (Turmhöhe), 145 Meter ü. NN
  • Zugang: Freitragende Treppe (nicht barrierefrei)
  • Kosten: ca. 8,00 Euro (Museumseintritt)
  • Besonderheit: Die freitragende Gusseisentreppe ist ein Meisterwerk der Schinkel-Schule.

Lotsenturm (Thiessow)

Auf dem Lotsenberg in Thiessow steht ein Wachturm, der optisch sofort einem kleinen Leuchtturm ähnelt. Er wurde 1909 errichtet, damit die Lotsen eintreffende Schiffe frühzeitig sichten konnten. Der heutige Bau ist eine detaillierte Rekonstruktion aus dem Jahr 2003. Er erfüllt heute keine nautische Funktion mehr, sondern steht Urlaubern als Aussichtsturm zur Verfügung. Von der oberen Plattform überblickst du die stark zerklüftete Boddenküste des Mönchguts und die Zufahrt in den großen Greifswalder Bodden.

Details zum Aussichtspunkt
  • Lage: Lotsenberg, Thiessow (Mönchgut)
  • Höhe: 13 Meter (Gebäude), 50 Meter ü. NN
  • Zugang: Über Treppen
  • Kosten: Meist kostenfrei (Spendenbasis)
  • Besonderheit: Rekonstruierter Ziegelbau der historischen Lotsenwache.

Zicker Berge / Bakenberg (Halbinsel Mönchgut)

Die Zicker Berge auf der Halbinsel Mönchgut (nahe Gager) sind eine natürliche Erhebung, die komplett ohne Türme auskommt und den Beinamen „Zickersche Alpen“ trägt. Die höchste Stelle bildet der Bakenberg mit 66 Metern über dem Meeresspiegel. Die Landschaft ist durch Trockenrasen und intensive Schafzucht geprägt, weshalb es hier keinen störenden Baumbestand gibt. Von den Hügelkuppen hast du einen freien Rundumblick über die tief eingeschnittenen Boddenbuchten, die Ostsee und bis hinüber zur benachbarten Insel Usedom.

Details zum Aussichtspunkt
  • Lage: Zickersches Höft, Mönchgut
  • Höhe: 66 Meter über NN
  • Zugang: Schmale Naturpfade (mittelschwer)
  • Kosten: Kostenfrei
  • Besonderheit: Uneingeschränkte 360-Grad-Sicht ohne Bauwerke über eine seltene Trockenrasenlandschaft.

Dornbusch und Leuchtturm (Hiddensee)

Im nördlichen Teil der Nachbarinsel Hiddensee erhebt sich das Hochland, der sogenannte Dornbusch. Neben der natürlichen Abbruchkante an der Steilküste bildet der begehbare Leuchtturm Dornbusch den höchsten Aussichtspunkt. Von der Galerieebene des Turms oder vom umliegenden Küstenwanderweg siehst du die flachen Sandhaken der Insel, die westlichen Boddenküsten Rügens und bei klarer Sicht die Küste Dänemarks (Insel Møn). Der Aufstieg in den Turm ist aus Brandschutzgründen limitiert, weshalb im Sommer mit Wartezeiten zu rechnen ist.

Details zum Aussichtspunkt
  • Lage: Hochland, Insel Hiddensee
  • Höhe: Turm 27,5m, Feuerhöhe über 95m ü. NN
  • Zugang: Enge Treppen (nur zu Fuß erreichbar)
  • Kosten: Turm ca. 3,00 Euro (zuzüglich Kurabgabe)
  • Besonderheit: Autofreie Zone; Weitsicht über die großen Seewege der westlichen Ostsee.

Häufige Fragen zu Aussichtspunkten auf Rügen

Welcher ist der höchste Aussichtspunkt auf Rügen?

Der höchste geografische Punkt der Insel ist der Piekberg auf Jasmund mit 161 Metern. Da dieser stark bewaldet ist, bietet er jedoch keine Aussicht. Der höchste bebaute Aussichtspunkt mit freiem Blick ist der Mittelturm des Jagdschlosses Granitz, dessen Plattform sich auf etwa 145 Metern über dem Meeresspiegel befindet.

Welche Aussichtspunkte sind für Rollstuhlfahrer geeignet?

Der Baumwipfelpfad mit dem Turm „Adlerhorst“ in Prora sowie der neue Skywalk am Königsstuhl im Nationalpark Jasmund wurden explizit barrierefrei konzipiert. Beide Orte verfügen über flache Zugänge ohne Stufen und ausreichend breite Wege für Rollstühle und Kinderwagen.

Ist der alte Königsstuhl noch begehbar?

Nein. Die alte Plattform direkt auf dem Kreidefelsen wurde aus geologischen Sicherheitsgründen geschlossen und renaturiert. Die Sicht auf die Ostsee erfolgt an dieser Stelle nun ausschließlich über den schwebenden Skywalk, der den massiven Felsen physisch entlastet.

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