Fehmarn Highlights – Die besten Sehenswürdigkeiten, Naturwunder und Ausflugsziele der Sonneninsel
Die schleswig-holsteinische Ostseeinsel Fehmarn ist ein faszinierender Mikrokosmos aus goldenen Rapsfeldern, rauen Steilküsten und kilometerlangen weißen Sandstränden. Wer seinen Urlaub auf der Insel Fehmarn verbringt, erlebt ein Reiseziel, das sich wohltuend von der Monotonie klassischer Badeorte abhebt. Die drittgrößte Insel Deutschlands bietet eine enorme landschaftliche und kulturelle Dichte, die sich wie ein Mosaik über die mehr als 78 Kilometer lange Küstenlinie und das ländliche Binnenland verteilt. Das absolute Privileg dieser Destination ist ihre Erreichbarkeit: Über die imposante Fehmarnsundbrücke bist du jederzeit staufrei und flexibel mit dem Festland verbunden. Auf der Insel selbst warten Höhepunkte, die für jede Generation und Wetterlage die perfekte Aktivität bereithalten. Von den historischen, kopfsteingepflasterten Gassen in Burg auf Fehmarn über die visionäre Architektur und die feinen Sandstrände in Burgtiefe und dem Südstrand bis hin zu den urigen Fischerdörfern Lemkenhafen und Orth im Westen. Fehmarn ist gleichzeitig ein weltweit anerkannter Hotspot für Wassersportler am Wulfener Hals, ein Paradies für Vogelkundler an der Westküste und ein wichtiges logistisches Tor nach Skandinavien. Dieser Guide bündelt die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und landschaftlichen Juwelen, um dir eine fundierte, strategische Urlaubsplanung zwischen Natur, Kultur und maritimem Genuss zu ermöglichen.
Urbane Zentren, feinsandige Strände und maritime Traditionen
Die kulturelle und touristische Infrastruktur Fehmarns ist stark dezentral organisiert. Das städtische Leben pulsiert in der Mitte, während die Küsten durch exzellente Sandstrände und historische Häfen glänzen.
Die Inselhauptstadt Burg
Die historische Stadt Burg auf Fehmarn ist das lebendige Herz der Insel. Hier schlenderst du über den kopfsteingepflasterten Marktplatz, bewunderst das rote Backstein-Rathaus aus dem Jahr 1901 und besichtigst die mächtige St. Nikolai Kirche. Burg ist zudem der absolute Schlechtwetter-Joker: Das gigantische Meereszentrum Fehmarn mit seinem Haifischtunnel und die interaktive Galileo Wissenswelt bieten tiefgründige, stundenlange Unterhaltung für die ganze Familie. Gleichzeitig sichert die Breite Straße mit ihren zahlreichen Fachgeschäften die urbane Nahversorgung der Feriengäste ab.
Der Südstrand in Burgtiefe
Wenn es um perfekten, feinen Quarzsand geht, führt kein Weg an Burgtiefe vorbei. Der Südstrand ist das unangefochtene Bade-Mekka der Insel. Da die geschwungene Bucht exakt nach Süden ausgerichtet ist, badest du hier in ruhigem, seicht abfallendem Ostseewasser. Architektonisch ist die Halbinsel ein europaweit einmaliges Denkmal: Der dänische Stararchitekt Arne Jacobsen entwarf in den 1960er Jahren die markanten, weißen Apartmenttürme und das Meerwasser-Wellenbad FehMare. Abgerundet wird das Areal durch die riesige Yachthafen-Marina mit ihrem berühmten Rundsteg.
Lemkenhafen & Orth
Im Westen der Insel liegen die Zwillings-Hafenorte Lemkenhafen und Orth. Sie sind das Refugium für Kitesurfer, Feinschmecker und Segler. In Lemkenhafen ragt die historische Segelwindmühle „Jachen Flündt“ aus dem 18. Jahrhundert in den Himmel, die heute ein Landwirtschaftsmuseum beherbergt. Wenige Meter weiter lockt die legendäre Aalkate mit frisch geräuchertem Fisch. Orth hingegen besticht durch ein winziges, fast südländisch anmutendes Hafenbecken. Beide Orte klammern die Orther Reede ein – ein gigantisches Stehrevier, das zu den besten Windsurf-Spots Nordeuropas zählt.
Der Wulfener Hals & Das Kliff
Die Halbinsel Wulfen im Süden ist ein Ort der absoluten geografischen Extreme. Hier trennt ein schmaler Landstreifen den ruhigen, flachen Burger Binnensee von der wilden Ostseebrandung. Auf engstem Raum findest du hier einen der meistausgezeichneten Campingplätze Europas, den rasanten Wakepark (Wasserski-Seilbahn) und eine 18-Loch-Golfanlage mit freiem Meerblick. Ein geologisches Highlight ist das steil aufragende Wulfener Kliff, an dessen Fuß Naturfreunde und Geologen nach Stürmen oft fossile Schätze aus der Eiszeit entdecken.
Naturwunder, der weite Norden und die blühenden Dörfer
Abseits der großen Badestrände zeigt sich Fehmarn von seiner rauen und ländlichen Seite. Die Naturschutzgebiete und historischen Kirchdörfer bieten absolute Entschleunigung und unberührte Landschaften.
Transit & Natur in Puttgarden
Im äußersten Norden liegt Puttgarden, das Tor nach Skandinavien. Hier kannst du den riesigen Autofähren der Vogelfluglinie zuschauen, die im 45-Minuten-Takt nach Dänemark auslaufen, oder die gigantische Baustelle des künftigen Fehmarnbelttunnels beobachten. Doch nur einen kurzen Fußmarsch westlich des Industriehafens beginnt das absolute Naturidyll: Das Naturschutzgebiet Grüner Brink mit seinen Binnenseen ist ein Paradies für seltene Wasservögel, während der vorgelagerte Flachwasser-Strand von Familien und Kitesurfern gleichermaßen geschätzt wird.
Die wilde Küste: Wallnau & Flügge
Die Westküste bei Wallnau und Flügge ist ökologisch und historisch einmalig. Das fast 300 Hektar große Wasservogelreservat Wallnau (betreut vom NABU) bietet Beobachtungshütten, aus denen du seltene Zugvögel völlig ungestört fotografieren kannst. Im Süden dieses Küstenstrichs ragt der 37 Meter hohe Leuchtturm Flügge auf – der einzige begehbare Leuchtturm der Insel. Direkt am Fuß des Deiches erinnert zudem ein großer Gedenkstein an das legendäre Love-and-Peace-Festival von 1970, bei dem Jimi Hendrix seinen allerletzten offiziellen Auftritt absolvierte.
Dorfidylle in Petersdorf
Das historische Kirchdorf Petersdorf bildet das landwirtschaftliche Herz im Westen der Insel. Der Ort besticht durch enge, kopfsteingepflasterte Gassen, malerische Teiche und die gotische St. Johannis Kirche, deren spitzer, 64 Meter hoher Kirchturm der höchste auf Fehmarn ist. Wenn die Insel im Mai in einem Meer aus goldenen Rapsfeldern versinkt, ist Petersdorf der Austragungsort des weithin berühmten Rapsblütenfestes. Für Urlauber im Westen ist das Dorf zudem der unentbehrliche logistische Versorgungsanker mit großen Supermärkten und Bäckereien.
Die Fehmarnsundbrücke
Das erste und wohl markanteste Highlight der Insel betrittst (oder befährst) du bereits bei der Anreise. Die 963 Meter lange Fehmarnsundbrücke, die 1963 feierlich eröffnet wurde, ist das absolute Wahrzeichen der Region. Wegen ihres markanten Stahlbogens wird sie von Einheimischen liebevoll der „Kleiderbügel“ genannt. Die Brücke überspannt den Sund und verbindet Fehmarn mautfrei mit dem schleswig-holsteinischen Festland. Sie steht unter Denkmalschutz und bietet besonders bei Sonnenuntergang von den Stränden in Strukkamp aus ein fantastisches Fotomotiv.
Für wen ist die Insel Fehmarn genau richtig?
Die enorme Vielfalt der Insel bietet ein lückenloses Programm für jede Art von Urlaub. Die Region ist die erste Wahl für:
👨👩👧👦 Familien & Badeurlauber
Mit dem extrem sicheren, flachen Südstrand, dem Haifischbecken im Meereszentrum und dem FehMare-Wellenbad ist die Unterhaltung wetterunabhängig gesichert.
🏄 Wassersportler & Kiter
Dank der gigantischen Stehreviere an der Orther Reede, am Burger Binnensee und am Grünen Brink ist Fehmarn das absolute Kite-Mekka Nordeuropas.
🦆 Naturfotografen & Wanderer
Die NABU-Schutzgebiete in Wallnau, die unberührten Naturstrände an der Westküste und die Steilküsten im Osten bieten unberührte Ökosysteme.
🚲 Tourenradler & Entschleuniger
Auf dem über 300 Kilometer langen, fast steigungsfreien Radwegenetz auf den Deichkronen lässt sich jede Sehenswürdigkeit der Insel autofrei erreichen.
Logistik, Inselverkehr und die strategische Planung
Um alle Highlights auf der Insel Fehmarn effizient zu erleben, bedarf es einer klugen logistischen Planung. Die Infrastruktur der Insel ist glücklicherweise komplett auf Feriengäste ausgerichtet.
Mautfreie Anreise
Die Anreise zu allen Highlights der Insel ist extrem budgetfreundlich. Die Überquerung der Fehmarnsundbrücke (Bundesstraße 207) ist für Pkw, Wohnmobile und Gespanne vollkommen mautfrei. Es gibt keine versteckten Brückengebühren oder obligatorischen Fährtickets vom Festland aus. Du kannst deine Ausflüge somit völlig flexibel gestalten und bei Bedarf auch das nahe gelegene schleswig-holsteinische Festland besuchen.
Versorgungs-Drehkreuze
Wenn du ein abgelegenes Ferienhaus im Landesinneren bewohnst, stützt du dich auf zwei zentrale logistische Anker. Die Inselhauptstadt Burg deckt mit ihren Gewerbegebieten den Osten und Süden ab. Für Urlauber an der Westküste (wie in Wallnau oder Orth) übernimmt das Kirchdorf Petersdorf die lückenlose Funktion als Versorgungszentrum mit großen Supermärkten und Ärzten.
Fahrradbus & Mobilität
Da die Insel mit 185 Quadratkilometern durchaus Weitläufigkeit besitzt, hat die Gemeinde einen speziellen Fahrradbus (Linie 571) eingerichtet. Dieser umrundet in der Hauptsaison die Insel und verfügt über große Spezialanhänger. Du kannst morgens mit dem Rad bequem von Burgtiefe an die Westküste zum Leuchtturm Flügge radeln und dich am Nachmittag samt Fahrrad vom Bus bequem wieder an deinen Ausgangsort zurückbringen lassen.
Die Ostseecard nutzen
Der Zugang zu den besten Stränden und vielen Sehenswürdigkeiten ist eng an die Kurabgabe geknüpft. Deine „Ostseecard“, die du bei der Entrichtung der Kurtaxe über deinen Vermieter erhältst, ist dein wichtigstes logistisches Dokument. Sie sichert dir nicht nur den Eintritt zu den bewachten Badestränden, sondern bietet handfeste Rabatte bei Fahrten mit dem Inselbus, bei Hafenrundfahrten in Burgstaaken und in zahlreichen Museen der Insel.
Häufige Fragen zu den Fehmarn Highlights (FAQ)
Was ist das absolute Highlight für Familien bei schlechtem Wetter?
Das Meereszentrum Fehmarn im Ortsteil Burg ist der unangefochtene Schlechtwetter-Joker der Insel. Mit seinem riesigen Haifischtunnel und unzähligen tropischen Aquarien bietet es eine faszinierende, stundenlange Unterwasser-Entdeckungsreise im Trockenen. Auch die Galileo Wissenswelt, ebenfalls in Burg gelegen, bietet spannende Indoor-Experimente für Kinder.
Wo finde ich den schönsten Sandstrand auf der Insel Fehmarn?
Der weithin feinste, breiteste und am flachsten abfallende Sandstrand befindet sich am Südstrand in Burgtiefe. Durch die seltene südliche Ausrichtung der Bucht ist das Wasser hier extrem ruhig und steinfrei, was ihn zum beliebtesten Ziel für klassische Badeurlauber macht.
Kann man alle Highlights der Insel gut mit dem Fahrrad erreichen?
Ja, absolut. Fehmarn ist extrem flach – die höchste Erhebung misst gerade einmal 27 Meter. Ein über 300 Kilometer langes, hervorragend beschildertes Radwegenetz führt oft abseits des Autoverkehrs direkt auf den Deichkronen entlang und verbindet alle Naturstrände, Leuchttürme und Dörfer miteinander.
Wann ist die beste Zeit, um die Rapsblüte auf Fehmarn zu sehen?
Die Insel erstrahlt meist Mitte bis Ende Mai in voller, gelber Pracht. In dieser Zeit verwandelt sich das Binnenland in ein leuchtendes Blütenmeer. Dies ist auch die Zeit des berühmten Rapsblütenfestes in Petersdorf, bei dem die Rapsblütenkönigin feierlich gekrönt wird.
Ist der Leuchtturm Flügge das ganze Jahr über geöffnet?
Der Leuchtturm Flügge ist in der Regel von Ostern bis Ende Oktober für die Öffentlichkeit zur Besteigung geöffnet. Da er sich mitten in einem empfindlichen Naturschutzgebiet (Wallnau und Flügge) befindet, musst du zudem einen kurzen Fußweg vom ausgewiesenen Parkplatz bis zum Turm einplanen.
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