Der März auf Deutschlands größter Insel ist eine besondere Zeit. Während die ersten Kraniche über die Boddenlandschaft ziehen, putzt sich die Insel für die Saison heraus. Doch für Kenner der Insel bedeutet das auch: Augen auf bei der Ausflugsplanung! Aktuell tut sich besonders im Südosten der Insel einiges, was sowohl für Stammgäste als auch für Bewohner relevant ist.
Geheimtipp mit Geschichte: Die Ernst-Moritz-Arndt-Sicht
Ein echtes Juwel für Wanderer ist die Ernst-Moritz-Arndt-Sicht auf dem Rugard bei Bergen. Viele Touristen zieht es direkt zum bekannten Rugard-Turm, doch die historische Sicht bietet einen oft unterschätzten Panoramablick über den Kleinen Jasmunder Bodden bis hin zur Pracht von Binz. Aktuell gibt es hier wichtige Neuigkeiten: Die umfassenden Sanierungsmaßnahmen am hölzernen Pavillon stehen kurz vor dem Abschluss.
Insider-Wissen: Wer den Aufstieg wagt, sollte wissen, dass die Wege am Rugard bei feuchtem Märzwetter tückisch glatt sein können – festes Schuhwerk ist hier Pflicht. Ein kleiner historischer Fakt am Rande: Der Pavillon wurde ursprünglich bereits im 19. Jahrhundert zu Ehren des Schriftstellers Arndt errichtet und ist ein Paradebeispiel für die damalige Ausflugskultur des Bildungsbürgertums. Parkmöglichkeiten finden Sie am besten am Fuße des Rugards (Nonnenvital-Straße), von wo aus ein ca. 15-minütiger Fußweg steil nach oben führt.


Infrastruktur-Update: Sanierung der L29
Wer plant, von Sellin aus die malerische Alleenstraße Richtung Süden zu befahren, sollte zusätzliche Zeit einplanen. Die Sanierungsarbeiten an der L29 zwischen Lancken-Granitz und Sellin schreiten voran. Zwar ist die Strecke für den Tourismus essenziell, doch punktuelle Sperrungen oder Ampelschaltungen können den Fluss bremsen.
Mein Rat für Genießer: Nutzen Sie die Gelegenheit und weichen Sie über die Dörfer im Hinterland aus. Die Strecke über Dummertevitz bietet nicht nur weniger Verkehr, sondern auch einen unverstellten Blick auf die hügelige Boddenlandschaft, die jetzt im Vorfrühling ihr erstes zartes Grün zeigt. Aktuelle Verkehrsmeldungen finden Sie direkt beim Landesamt für Straßenbau und Verkehr MV.
Blick über den Strelasund: Hansestadt-Flair in Stralsund
Obwohl Rügen das Herzstück ist, lohnt ein kurzer Abstecher auf das Festland. In Stralsund steht das OZEANEUM momentan hoch im Kurs, besonders da die Indoor-Attraktionen bei wechselhaftem Küstenwetter die perfekte Alternative bieten. Wichtig für Spontane: Die Ticketkontingente sind oft schon vormittags erschöpft. Buchen Sie Ihr Zeitfenster-Ticket unbedingt vorab online auf der offiziellen Webseite des OZEANEUMS, um Wartezeiten im kalten Wind zu vermeiden.
Ruhe finden in den Seebädern
In den großen Zentren wie Sassnitz kehrt langsam Leben in die Fischkuttern am Hafen zurück. Mein persönlicher Tipp für den März: Besuchen Sie die Molenfeuer in der Abenddämmerung. Die Touristenströme sind noch moderat, und die Lichtstimmung über der Ostsee ist in diesem Monat von einer Klarheit, die man im Hochsommer selten findet. Achten Sie bei der Planung darauf, dass viele kleinere Museen oder saisonale Cafés im Inselinneren noch bis Ende März verkürzte Öffnungszeiten (oft nur bis 16:00 Uhr) haben.
Ob Baustelle oder Naturschauspiel – Rügen bleibt auch im März unberechenbar und genau deshalb so liebenswert. Packen Sie die windfeste Jacke ein und genießen Sie die Insel, bevor der große Osteransturm beginnt!
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